Neue Bilder aus meiner Heimat - Nordfriesland

Nordfriesland bietet in vielen Gebieten, auch außerhalb der Schutzzonen, noch gute Lebensbedingungen für eine Vielzahl seltener Arten. Weite und Ruhe sind hier noch leicht zu finden, was für besonders scheue Arten unverzichtbar ist. Aber auch die Vogelzüge im Frühjahr und Herbst mit ihren Massen an Limikolen, Seevögeln, Gänsen und Enten aus Arktis, Tundra und Taiga faszinieren immer wieder aufs neue.

In jedem Jahr warte ich gespannt auf unsere Gäste aus Tundra und Taiga. Sie bieten  sehr abwechslungsreiche und mit faszinierenden Arten eine besondere Wildlifefotografie, die es anderswo so wohl nicht gibt. Allen voran die schnellen Zwergsäger, aber auch Zwerg- und Singschwäne  treffen in großer Zahl nach dem langen Flug in unseren küstennahen Speicherbecken ein, um sich die verbrauchten Energiereserven wieder aufzufüllen. 

Die lautstarken Singschwäne übernachten in den flachen Speicherbecken und starten morgens zur Nahrungsaufnahme au umliegende Felder.  

Die Zahl der Seeadler steigt an unseren Küsten stetig und er macht seinem friesischen Namen "Gooseodler" sozusagen alle Ehre, denn die Zahl der Gänse geht in die Millionen während des Herbstzuges.

Ebenfalls ein Wintergast aus dem hohen Norden ist der Raufußbussard, der von Oktober bis April hier in unseren Kögen lebt und vor allem Mäuse, sehr häufig im Rüttelflug jagt. Mit gut 20 cm mehr Spannweite ist er um einiges größer als unser Mäusebussard, aber im Gegensatz zu ihm gibt es nicht die Farbvielfalt von weiß bis fast schwarz.