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Neue Bilder aus meiner Heimat - Nordfriesland

Nordfriesland bietet in vielen Gebieten, auch außerhalb der Schutzzonen, noch gute Lebensbedingungen für eine Vielzahl seltener Arten. Weite und Ruhe sind hier noch leicht zu finden, was für besonders scheue Arten unverzichtbar ist. Aber auch die Vogelzüge im Frühjahr und Herbst mit ihren Massen an Limikolen, Seevögeln, Gänsen und Enten aus Arktis, Tundra und Taiga faszinieren immer wieder aufs neue.

Die Zwergsäger brüten in der Taiga, aber viele verbringen von November bis März die Wintermonate bei uns in Nordfriesland. In den nächsten Wochen widme ich den schönen Fischjägern einige Ansitze und hoffe auf reizvolle Situationen.

Seeadler sorgen mit ihrem Erscheinen immer für große Aufregung, so dass nahezu alle Gänse, Enten, Kormorane und Reiher auffliegen, um sich vor ihm in Sicherheit zu bringen. Das Spektakel ist weithin hörbar und gut zu sehen, was uns seiner Majestät Anwesenheit verrät. Dieser Angriffsflug galt jedoch einer bereits toten Ente, die in etwa 70 m vor mir im Wasser trieb. Als Aasfresser leistet er durch diese "Entsorgung" einen zusätzlichen Dienst an der Natur. 

Der recht hohe Bestand an Greifvögeln in Nordfriesland stimmt mich in zweierlei Hinsicht sehr positiv, da nicht nur ihr Anblick fasziniert, sondern sie auch ein Indikator dafür sind, wie es um ihre Beutetiere steht. Natürlich stellt die Zeit der Vogelzüge auch die besten Bedingungen zur Aufzucht der Jungen im Frühjahr dar. Gleich 4 der majestätischen Seeadler kann man gelegentlich erleben, wie sie gesellig an einem Speicherbecken ihre Siesta halten. Nur 100 m entfernt von ihnen beobachtet der Wanderfalke die Szenerie und ließ sich auf sehr kurze Distanz portraitieren.