Vögel (ausgewählte Arten)

Die bunte Vogelwelt bietet uns Fotografen vielfältige Möglichkeiten mit einer Fülle von Arten. Im Gegensatz zu den Säugetieren verfügen sie ausnahmslos über ein außergewöhnlich gutes Sehvermögen, was bei vielen Arten eine große Portion Geduld, gute Tarnung und auch Glück erfordert.

Alpenstrandläufer

Auerhahn

Während in Skandinavien - besonders in Finland -

noch gute Bestände vorhanden sind, ist dieser aus dem Berchtesgadener Land einer von nur noch wenigen in Deutschland. Nur 3 Vorkommen mit geringen Individuenzahlen soll es geben.

Sein Balzverhalten war sehr beeindruckend, aber seine Hennen bekam ich nicht zu Gesicht.

Bartmeisen

Immer wenn das typische "ping-ping-ping" ertönt, bin ich freudig erregt und gespannt, ob sie in Reichweite kommen und welche Figuren sie an den Schilfhalmen bieten. Eine gewisse Neugier lockt sie gelegentlich sogar wenige Meter vor die Kamera. Die wunderschönen Kleinvögel sind den Meisen zwar optisch ähnlicher, näher verwandt aber tatsächlich mit den Lerchen. Ihre Hauptnahrung besteht aus Insekten und Schilfsamen und daher bilden ausgedehnte Schilfgebiete einen idealen Lebensraum, den sie auch im Winter meist nicht verlassen. Ein schwarzer Ring um die Augen und der noch nicht voll orangefarbene Schnabel zeigen, dass es sich um einen Jungvogel handelt (s. Bild Nr. 8)

Blaukehlchen

Blaukehlchen sind nicht nur in Nordfriesland eindeutig Gewinner der letzten Jahre. Die Brutvogeldichte hat hier bei uns erfreulich zugenommen und ihr charakteristischer Gesang ist immer häufiger von unterschiedlichsten Singwarten zu vernehmen. Als typischer Zugvogel ernährt es sich vorwiegend von Insekten und ist daher von März bis September anzutreffen. Aber auch kleine Amphibien

(s. Bild 22) zählen zu ihrem Speiseplan.

Brandgans

Buntspecht

Eichelhäher

Nicht nur als "Gärtner des Waldes" ist der bunte Verwandte des Kolkrabens bekannt. Sein charakteristischer Schrei meldet auch frühzeitig fremde Bewegungen jeder Art. Nur mit guter Tarnung und ausdauerndem Ansitz kann man sein Verhalten beobachten. Bei der Nahrungssuche ist er offen für fast alles was er bewältigen kann - von Eicheln und Schnecken bis hin zu Kleinvogelküken, die er zur Brutzeit gerne aus den Nestern stielt.  

Eisvogel

Unser wohl farbenprächtigster Kleinvogel steuert mit sogenannten Schachtelbruten gegen die immer wieder in harten Winterzeiten auftretenden hohen Sterberaten. Die 2. Brut beginnt meistens mit dem Schlüpfen der 1. Brut. In der Regel folgen noch eine 3. und  eine 4. Brut - in guten Jahren sogar noch eine Brut mehr. Somit hat der kleine Fischjäger wirklich alle Hände, bzw. Schnabel voll zu tun.

Fischadler

Großer Brachvogel

Der frühe Vogel fängt den Wurm - auf keinen anderen passt dieser Satz so sprichwörtlich, wie auf den großen Brachvogel. Ob Wattwurm, Tau- oder Rotwurm, mit seinem für die Nahrungssuche optimal ausgebildeten Schnabel kann er seiner Lieblingsspeise im Erdreich sehr gut nachstellen. Oft jagt er alternativ im Watt Krabben bis zu einer schnabelgerechten Größe (s. Bild 19). Auch er ist stark bedroht und in vielen Gebieten Deutschlands nicht mehr vorhanden, da die für seine Nahrungssuche notwendigen Flächen nicht mehr existieren. An unseren Küsten und in den angrenzenden Gebieten ist er erfreulicher Weise noch häufig anzutreffen.

Kampfläufer

Ihre üppigen, an aufwendige Barockfrisuren erinnernden Gefieder, machen die Kampfläuferhähne zur Balzzeit zu besonders schillernden Figuren. Auch das Balzprozedere ähnelt mit vielen Verneigungen und Umkreisen an Tänze aus dieser Zeit. Nahezu alle Farbvarienten von Weiß bis Scharz sind vertreten. Die Pracht ist jedoch nur von kurzer Dauer und bereits 2 Wochen nach der Balz sehen die meisten Hähne aus wie gerupfte Hühner (s. Bild 9).

Kornweihe

Diese herrlichen Wintergäste leben von November bis März bei uns und "vertreten" sozusagen unsere heimischen Rohrweihen, die dann südlichere Gefilde bevorzugen. 

Kranich

Die anmutigen Kraniche zählen mit deutlich über 2 Metern Spannweite zu unseren größten Brutvögeln. Waldmoore und Bruchwälder brauchen die dort sehr heimlich und scheu lebenden Großvögel zur Nachwuchsaufzucht. Allerlei Pflanzenteile, sowie Getreide, aber auch Insekten bilden ihr Nahrungsspektrum.

Löffler

Die noch recht junge Geschichte der Löffler in Nordfriesland ist eine Erfolgsgeschichte, die von Jahr zu Jahr mit neuen Bruterfolgen und einer ständig um etwa 10 % wachsenden Individuenzahl Rekorde bricht. Durch schnelle, bogenförmige Seitwärtsbewegungen mit geöffnetem Schnabel fangen Löffler ihre Hauptnahrung - Fische (s. ab Bild 20). Sie brauchen daher flache, fischreiche Gewässer wie die Auffangbecken in unseren Kögen. Sie bieten ideale Futterbedingungen.

Rohrammer

Rohrdommel

Das Leben der Rohrdommel ist untrennbar mit Schilfflächen verbunden. Bei Störung reagiert sie meist nicht mit Flucht, wie fast alle anderen Reiher, sondern nimmt die "Pfahlstellung" (s. Bild 4 u. 6) ein. Das eigene Tarnkleid verschmilzt dann noch besser mit dem Schilf. Außerdem kann sie nur so Überblick erhalten, da ihre Augen, bedingt durch die Art ihrer Nahrungssuche, im Laufe der Evolution stark nach unten ausgerichtet wurden (s. Bild 5). Im Gegensatz zu den Artverwandten verharrt die Rohrdommel an einer Position mit dem Schnabel im Wasser, bis ein Fisch in ihre Reichweite kommt, der dann kaum noch Fluchtchancen hat. Fische bis zu einem halben Meter Länge erbeutet sie so, aber auch Amphibien, Kleinsäuger und andere Vögel zählen zu ihrem Speiseplan.

Säbelschnäbler

Schwarzhalstaucher

Die zierlichen Schwarzhalstauchererpel führen erbitterte Kämpfe um die Gunst der Weibchen. Ist die Wahl dann gefallen, folgt das Balzritual mit reizenden Synchronbewegungen und einem Paartanz. Zum Abschluss gibt es dann einen gemeinsamen Tauchgang, der mit einem Paarlauf eingeleitet wird.  Mit ihrem goldenen Kopfschmuck und dem leuchtend roten Auge zählen sie für mich zu den schönsten Tauchern.

Seeadler

Vor etwa 30 Jahren stand es um unseren Wappenvogel mit noch nicht einmal einer Hand voll Brutpaaren sehr schlecht. In Schleswig-Holstein wurden die Horste rund um die Uhr bewacht und ein Beobachten dieser majestätischen Greifvögel war nicht möglich. Heutzutage kann man ihn glücklicher Weise wieder jagen sehen und es vergeht kaum ein Beobachtungsansitz während dem er nicht über die Wasserflächen und Köge streicht. Wasserwild, Säugetiere bis zum Fuchs, aber auch Aas bildet seine Nahrungsgrundlage. Somit stellte die Geflügelpest für ihn ein besonderes Risiko dar. Mindestens 5 starben so in 2016 allein in

Schleswig-Holstein.

Silberreiher

Wahrlich sprunghaft sind die Zahlen der Silberreiher in Deutschland während der letzten Jahre angestiegen. Aus Mecklenburg-Vorpommern werden sogar Ansammlungen von mehr als 2000 Exemplaren gemeldet. Zwar nicht in diesen Dimensionen, aber auch in Nordfriesland ist der schöne, schneeweiße Reiher längst keine Seltenheit mehr, wie vor etwa 10 Jahren.

Spiessente

Sumpfohreule

Bodenbrüter sind in unserer Agrarlandschaft häufig die Verlierer. Dies gilt in besonderem Maße für die schöne Sumpfohreule. Sie ist in ihrem Bestand bedroht und wird als stark gefährdet eingestuft. Um so größer ist meine Freude, dass in Nordfriesland noch einige Brutpaare vorhanden sind. Bild Nr. 9 zeigt einen Jungvogel im sogenannten 2. Dunenkleid und dokumentiert einen Brutnachweis, der für ein Gutachten zur evtl. Bebauung des Brutgebietes mit Windrädern Verwendung fand. Ich hoffe sehr, dass das verhindert werden kann. Rechts im Bild ist der Altvogel unscharf abgebildet.

Uferschnepfe

Uferschnepfen stellen an ihre Brutgebiete sehr hohe Anforderungen, die nur noch an wenigen Plätzen erfüllt werden. Der Naturschutz in Schleswig-Holstein versucht mit Schaffung und Verbesserung von Lebensbedingungen, dem seit Jahren andauerndem Bestandsrückgang entgegen zu wirken. Zumindest in einigen wenigen Schutzzonen, in denen in den letzten Jahren die Bestände gleich geblieben sind, besteht durch die Maßnahmen Hoffnung, dass die Zahlen der Bruterfolge wieder steigen. Im etwa 5000 Km entfernten Westafrika überwintern sie und kehren im März an unsere Küsten zurück. Ich freue mich in jedem Jahr auf die sehr flugintensive und lautstarke Balz. Bild Nr. 8 zeigt einen Jungvogel.

Uhu

Nachdem ihm Sturm Christian vor mehreren Jahren sein "Zuhause" zerstörte, hat er sich nun unweit seiner alten Wohnung neu eingerichtet.

Wasseramsel

Mit ihrer Lebensweise am und im Wasser fasziniert sie mit der sehr speziellen Nah-

rungssuche selbst in stark strömenden Gebirgsbächen.

Wasserralle

Diese äußerst scheuen Fisch- und Schneckenjäger brauchen verlandete Schilfzonen mit angrenzenden Wasserflächen. Mit dem an der Innenseite gezahnten Schnabel (s. Bild 6), fangen sie allerlei Weichtiere wie Schnecken und Würmer, aber auch Fische bis zur halben Körperlänge des nur etwa 20 cm hohen Vogels. Eingefrorene Fische sind eine willkommene Beute im Winter. Bild 3 zeigt wie  sich der Vogel gerade die Schwimmblase des eingefrorenen Fisches herausholte. Anschließend verschwand er damit sofort im Schilf. Ihre rasend schnellen Bewegungen, ihr plötzliches Auftauchen und wieder Verschwinden hat für mich etwas von einem Kobold.

Wiesenweihe

Die schöne und sehr seltene Wiesenweihe zählt zu den Bodenbrütern und braucht weite, ruhige Wiesen- und extensiv genutzte Weidelandschaften mit einem möglichst guten Mäusebestand. Auf den Bildern 5, 8 und 12 sind die beiden Jungvögel aus einer erfolgreichen Brut zu sehen.